• Uni Stuttgart wirbt um Frauen

    by  • 1. März 2013 • Dein Studium • 0 Comments

    Uni Stuttgart. Ein neuer Prorektor, ein Jahresbericht, der live im Internet übertragen wurde und steigende Studentenzahlen. Auf der Senatssitzung der Universität Stuttgart gab es viel positives zu berichten. Hängen blieb dabei aber vor allem eines: Die Universität tut vieles, um junge Frauen fürs Studium in Stuttgart zu begeistern.

    Thomas Graf ist neuer Prorektor für Wissens- und Technologietransfer an der Universität Stuttgart. Der Senat wählte ihn auf seiner Sitzung am Mittwoch mit 28 von 30 abgegebenen Stimmen. „Mit Thomas Graf haben wir einen Prorektor gewinnen können, der mit seiner langjährigen Erfahrung neue ­Impulse für den Forschungscampus der Universität Stuttgart setzen wird“, sagte ­Rektor Wolfram Ressel.

    Die Studentenzahlen steigen

    Neben der Wahl stellten Ressel und die Gleichstellungsbeauftragte Gabriele Hardtmann dem Senat ihre Jahresberichte vor. Ressel freute sich über die steigende Anzahl an Studenten an der Uni. Zum Wintersemester waren fast 25 000 Studenten eingeschrieben. 2008/09 waren es noch rund 20 000. „Wir haben einen gewaltigen Zuwachs, den man erst einmal verkraften muss“, sagte Ressel, „aber ich höre kein Klagen von Studenten und Professoren – das ist ein gutes Zeichen.“

    Wenn es nach Gabriele Hardtmann geht, sollen in Zukunft mehr Frauen an die Uni kommen. Das neue Projekt „Technik braucht Vielfalt“ richtet sich hauptsächlich an Schülerinnen mit Migrationshintergrund der Oberstufe. Ziel ist, den Studentinnenanteil auf 40 Prozent zu erhöhen. 2011 lag der Prozentsatz bei rund 31. „Vor allem für die Mintfächer wollen wir die Mädchen begeistern“, sagte Gabriele Hardtmann. Wichtig sei es, nicht nur die jungen Frauen zu erreichen, sondern vor allem auch die Eltern zu informieren. „Wir wissen aus Erfahrung, dass sie eine wichtige Rolle bei der Studienplatzwahl ihrer Töchter spielen“, sagte Hardtmann.

    Neue Professorinnen braucht das Land

    Die Stuttgarter sind auf einem guten Weg. In den Studiengängen Bauingenieurwesen, Chemie und Physik hat sich der Frauenanteil seit 1997 etwa verdoppelt. Im Rektorat sieht es dagegen anders aus. „Mit der Ernennung von Thomas Graf zum neuen Prorektor hat sich der Frauenanteil von 25 auf 20 Prozent verschlechtert“, sagte Hardtmann und lachte.

    Positiv sei die Quote der Professorinnen. Von 2005 bis 2011 hatte sie sich von 5,2 auf 9,2 Prozent erhöht. „Derzeit sind wir bei elf Prozent, wollen aber so schnell wie möglich 15 Prozent erreichen“, teilte die Gleichstellungsbeauftragte ihre Pläne mit. Zwar habe man noch einiges zu tun,das Ziel sei aber realistisch.

    Alexandra Bucurescu/pixelio.de

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