• Wenn Studenten nicht genug kriegen

    by  • 13. November 2012 • Deine Zukunft • 0 Comments

     

    Stuttgart. Drei Jahre Bachelor, zwei Jahre Master. Ein Studium kann sich ganz schön hinziehen, bis endlich der gewünschte Abschluss in der Tasche ist. Legt man zwischen Bachelor und Master eine Pause ein, dauert es noch länger. Manch einer hat dann aber immer noch nicht genug. Das Zauberwort heißt Promotion.

    Immer noch legen viele junge Menschen nach ihrem Studium großen Wert auf einen Doktortitel. An der Universität Hohenheim lag die Zahl der Promovierenden im Jahr 2010/11 mit 127 unverändert hoch. An der Universität Stuttgart sind im aktuellen Wintersemester 1617 Promotionsstudenten eingeschrieben. Und das, obwohl das Schreiben der Doktorarbeit in den meisten Teilgebieten durchschnittlich bis zu vier Jahre dauert.

    Hohe Zufriedenheit laut Studie

    Für die Stuttgarter Promovierenden ist das offensichtlich kein Problem. Laut einer Studie des Internationalen Zentrums für Hochschulforschung (INCHER) in Kassel sind neun von zehn Absolventen mit Doktortitel zufrieden mit ihrem Promotionsstudium in Stuttgart. Rektor Prof. Wolfram Ressel freut sich darüber: „Diese Befunde unterstreichen die wichtige Rolle, die die Universität Stuttgart bei der Förderung und Bindung von Spitzenkräften für Forschung und Wirtschaft in Baden-Württemberg spielt.“

    Doch lohnt es sich überhaupt, den Doktortitel zu machen? Was sind die Vorteile? Und gibt es Nachteile? Laut Experten der Universität Hohenheim ist die Promotion vor allem wichtig, wenn die Doktoranwärter eine wissenschaftliche Laufbahn anstreben. Sie bringe häufig einen Schub für die Karriere und sei fast unerlässlich. Studenten sollten sich daher zunächst einmal überlegen, aus welcher Motivation heraus sie sich für eine Promotion entscheiden.

    Guter Rat aus Lüneburg

    Die Leuphana Universität Lüneburg gibt in einem PDF-Dokument zur Entscheidungsfindung allgemeingültige Tipps für angehende Doktoren. Wichtig seien ein starkes Interesse an einem bestimmten Thema und Freude am wissenschaftlichen Arbeiten und Schreiben. Der zweite wichtige Punkt ist nach Meinung der Universität die Themenfindung. Interessenten sollten bei der Suche nach einem Thema, das sie über einen längeren Zeitraum besonders interessiert, auf Erfahrungen aus Haus- oder Abschlussarbeiten zurückgreifen.

    Hat man sich für die Promotion entschieden, bringt sie zahlreiche Vorteile mit sich: die Promovierenden knüpfen viele Kontakte zu anderen Wissenschaftlern, bauen über einen langen Zeitraum fundiertes Fachwissen auf und nicht zuletzt hübscht der Doktortitel auch den Perso auf. Eines sollte man vor der Promotion sicherstellen: Die Finanzierung sollte wasserdicht sein. Die Doktorandenplattform www.academics.de gibt dazu nützliche Tipps im Internet.

    Foto: Thomas Kölsch/pixelio.de

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